Die Futhark- Runen : Runen der Nordmänner

Tyr-Aett – Die Runen des Gottes Tyr

 

Das dritte Oktett wird Tyr Aett, auch Kaufmanns-Aett, genannt und ist dem Gott Tyr gewidmet.

Es besteht aus:

Tiwaz – Berkana – Ehwaz – Mannaz – Laguz – Ingwaz – Dagaz – Othala

Hier nun steht der Mensch im Mittelpunkt. Die Energien dieser Runen sind von sehr sehr altem Wesen. Sie sind sehr machtvoll und auch eigensinnig.

Diese Runen werden dir nie schenken was du willst, sie werden dir immer nur geben was du brauchst. Es wird nicht in deiner Macht liegen, sie bestimmen es. Das ist gut so, denn sie wissen was richtig ist.

Es geht hier um unser soziales Verhalten, um unseren Platz in der Welt, unsere gesellschaftliche Stellung.

Diese Runen stehen uns Menschen sehr nah und doch werden sei dir niemals gefällig sein. Du kannst lernen dich zu reflektieren. Du kannst zu Einsichten gelangen und dich weiterentwickeln.

Tiwaz: Gott Tyr

Runen - TiwazSpeerspitze, Recht und Gesetz, Sieg, Treue, Ordnung, Ruhm, methodisches Vorgehen, positive Selbstaufopferung, Gerechtigkeit und Sieg, göttlicher Richter, objektive Urteilskraft, methodisches Vorgehen, gerechter Kampf.

Tiwaz symbolisiert Gerechtigkeit und Autorität, Analyse und Rationalität. Wahre Stärke erkennen. Die Rune bedeutet auch Selbstaufopferung und Erfolg. Auf der anderen Seite: Energieblockade, Kommunikationsstörung and Ausgrenzung. Weiterlesen

Futhark – Runen der Nordmänner

Futhark – Runen Teil 2

Das zweite Oktett wird Hagalaz Aett, auch Aett der Zauberer, genannt und ist dem Gott Odin gewidmet.

Es besteht aus:

Hagalaz – Naudhiz – Isa – Jera – Eihwaz – Perthro – Algiz – Sowilo

Diese Runen zeigen uns unsere dunklen Seiten. Sie kennen unseren Hass, wissen von unserem Zorn und spiegeln uns unseren Egoismus. Sie zeigen uns aber auch unsere Abhängigkeiten von Mutter Natur. Wir sind ihr ausgeliefert. Wir sind dem Sturm, der Dürre, dem Hagel, dem Hochwasser, dem Frost, dem Regen, der Hitze, dem Schnee und so weiter untergeordnet. Auch geht es um die Abhängigkeiten des Menschen durch Geburt und Tod.

Wir Menschen aber sind Kämpfer, wir sind Krieger, wenn es um unser nacktes Überleben geht. Die Mutter Natur kann uns mit Katastrophen demütig werden lassen, aber das Leben selbst schenkt uns auch immer wieder die Hoffnung und die Zuversicht alles überstehen zu können.

Hagalaz: Hagel

Runen - HagalazVollkommenheit, Gleichgewicht der Kräfte, Plötzlicher Verlust, Zerstörung, Klärung, drastische Änderungen, Fruchtbarkeit, gutes Gedeihen und Wachrufen von Heilkräften, Eis, Ei, Urschöpfung, Offenbarung.

Hagalaz steht für Naturgewalten, zerstörerische und unberechenbare Kräfte, das Unbewußte. Es symbolisiert Spiel, Versuch und Irrtum und kontrolliertes Chaos. Hagalaz bedeutet aber auch Vervollkommnung innerer Harmonie. Für die andere Seite stehen Naturkatastrophen, Stagnation und Energieverlust. Weiterlesen

Futhark – Die Runen der Nordmänner

Die Futhark – Runen

Futhark nennt man eine vollständige Runenreihe. Der Name „Futhark“ setzt sich aus den Anfangsbustaben der ersten 6 Runen zusammen.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich in ganz Europa verschiedene Runenalphabete mit unterschiedlichen Zeichen. Das  „Ältere Futhark“ besteht aus 24 Runen.

Das nordische Futhark lässt sich in drei große Gruppen zu je acht Runen einteilen. Die Zahlen 8 und 3 galten seit jeher als magisch.

Das erste Oktett wird Freyrs Aett, auch Bauern- oder Handwerks-Aett, genannt und ist dem Gott Freyr gewidmet.

Es besteht aus:

Fehu – Uruz – Thurisaz – Ansuz – Raiðo – Kenaz – Gebo – Wunjo

Diese Runen sagen uns, wie wir unser Leben gestalten müssen, damit es ein wirklich gutes Leben ist. Es geht um Stabilität, Schutz und Wohlstand, nicht nur materieller auch geistiger Natur.

Diese Runen erzählen von Geburt und Tod, von Leben und Kämpfen. Sie weisen uns unseren spirituellen Weg um ein Leben zu führen, welches sicher in dieser Welt verankert ist.

Früher war es äusserst bedeutsam auch materielle Güter anzuhäufen, das einzelne Leben hing davon ab. Nahrung, Unterkunft und ein sicherer Schutz vor Feinden waren unabdingbar. Auch davon erzählen die ersten acht Runen.

Heutzutage sind die Probleme der Menschen auf einem wesentlich höheren Niveau angesiedelt. So helfen diese Runen dir dabei einen Job zu finden oder zu halten, sie helfen bei der Wahl der Partnerschaft, beim Zugewinn materieller und immaterieller Güter.

Fehu: Vieh

Vieh, beweglicher Besitz, Reichtum, Energie, Geld, Fruchtbarkeit, glückliche Umstände.

Fehu symbolisiert materiellen Wohlstand – jetzt oder in naher Zukunft. Es ist ein Zeichen der Hoffnung, des Überflusses und auch des sozialen Erfolgs. Auf der anderen Seite kann Fehu auch für Verlust von Eigentum und Ansehen stehen. Sie verlieren etwas was Sie sich mit großer Anstrengung erworben haben. Fehu symbolisiert auch Zwietracht, Feigheit und Gier sowie Zwang und Gleichgültigkeit.

Uruz: Fallender Regen

Runen - UruzKraft, Schnelligkeit, Gesundheit, Energie, Verwurzelung, Auerochse, Vitalität und bodenständige Kraft.

Uruz steht für Kraft und gute Gesundheit. Die Rune symbolisiert Hartnäckigkeit, Mut und Tatkraft darüber hinaus auch Selbstbestimmung, Weisheit und Verständnis. Sie kann Veränderungen ankündigen. Uruz symbolisiert auch sexuelle Potenz. Auf der anderen Seite können auch Krankheit, Ignoranz, Unbesonnenheit und Gewalt mit dieser Rune verbunden sein.

Thurisaz: Riese

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Walhall – das Ziel aller tapferen Krieger

Walhall – das Ziel aller tapferen Krieger
Walhall (oder Valhall, im Volksmund oftmals auch Walhalla genannt) bezeichnet in der nordischen Mythologie das Ziel aller gefallenen Krieger, die sich als tapfer erwiesen hatten und in der Schlacht ihr Leben gelassen hatten. Von Göttervater Odin selbst auserwählt, fanden die mutigen Männer ihre letzte Ruhestätte in einer Halle in seinem in Asgard errichteten Schloss.

Einherjer
Walhall galt nach germanischem Glauben als eine Art Kriegerparadies. Die Helden, die dort Einlass fanden, waren von Odin handverlesen. Im Regelfall gelangten nur ausgezeichnete und überaus tapfere Kämpfer und Krieger dorthin, die in der nordischen Mythologie unter dem Namen „Einherjer“ bekannt sind. Dies geschah jedoch nicht nur zur Ehrung der ruhmreichen Helden, sondern auch in Hinblick auf die letzte Schlacht, Ragnarök. Aufgabe der Einherjer sollte es sein, dem Göttervater und seinem Gefolge im endzeitlichen Kampf gegen die gewaltigen Riesen beizustehen.

Die Walküren als Botinnen Odins
Das letzte Geleit wurde den Einherjern von den Walküren gegeben, Odins Schlacht- oder Schildjungfern. Die Kriegerjungfrauen, die auf dem Schlachtfeld zu finsteren Todesgeistern wurden, die Helden in den Tod lockten, hatten die Aufgabe, die Gefallenen auszuwählen, denen Weiterlesen

Ragnarök: Ende und Neubeginn

Ragnarök: Ende und Neubeginn
Der Begriff „Ragnarök“ leitet sich aus der altnordischen Sprache her und bedeutet in die deutsche Gegenwartssprache übersetzt in etwa „Schicksal der Götter“. Ragnarök bedeutet im germanischen Götterglauben das Ende der Welt in Zerstörung und Untergang, was die Götterwelt ebenso betrifft wie die Menschenwelt. Diese Vernichtung ist jedoch keineswegs endgültig, aufgrund einer zyklischen Vorstellung des Weltenlaufs wird nach dem Untergang eine neue und gereinigte Welt aus dem Meer emporsteigen.

Die vier großen eschatologischen Ereignisse
Eingeleitet und begleitet wird der Untergang der Götter durch vier große eschatologische Ereignisse. Nicht nur die Kämpfe der Götter, Riesen und Ungeheuer bedingen das Ende und den Untergang der Welt, auch die Elemente sind in das Schicksal der Götter eingebunden. Nacheinander läuten der Fimbulwinter, der Weltenbrand, das Versinken der Erde und die Verdunkelung der Sonne Ragnarök ein und besiegeln bereits im Voraus und während der letzten Schlacht die endgültige Katastrophe.

Der Fimbulwinter
An erster Stelle steht der sogenannte Fimbulwinter, eine karge Eiszeit mit drei strengen und eisig kalten Wintern, die von Schneefall, Frost und Stürmen geprägt sind. Die klirrende Kälte des Fimbulwinters wird von keinem Sommer unterbrochen und ist eine Abfolge einer kalten und kargen Periode, die in sich bereits die Zeichen des Untergangs trägt. Weiterlesen

Loki der Feuergott

Loki der Feuergott

Kein anderer Gott der nordischen Mythologie kann einen so ambivalenten Charakter, eine so vielschichtige Persönlichkeit aufweisen wie der listenreiche Ase Loki, der eine entscheidende Rolle in der letzten Schlacht und im Untergang des nordischen Göttergeschlechts spielt.

Loki ist in die Kulturgeschichte eingegangen als paradigmatische Gestalt eines Tricksters: Klug, durchtrieben und hinterhältig weiß er als unerkannter Drahtzieher im Hintergrund die Fäden des Geschehens zu ziehen, Menschen und Götter nach Bedarf zu manipulieren und für seine Zwecke auszunutzen.

Zwischen Göttern und Riesen: Lokis Abstammung
Schon bei Betrachtung seines Stammbaums wird Lokis zwiespältiger Charakter und die ambivalente Rolle, die er innerhalb des Beziehungsgeflechts der nordischen Götter spielt, offensichtlich: Obgleich Loki zu den Asen zählt und seinen festen Platz im Götterhimmel der Wikinger in Anspruch nehmen darf, stammt er von den erbitterten Feinden der Asen und Wanen ab: Sein Vater Farbauti und seine Mutter Laufney sind Riesen. Nichtsdestoweniger wird er von den Asen aufgrund seiner taktischen Klugheit und seiner strategischen und perfiden Pläne geschätzt und akzeptiert. Vor allem der mächtige Göttervater Odin und der starke und tapfere Donnergott Thor sind dem pfiffigen Loki zugetan. Odin schafft gar durch Blutsbrüderschaft eine innige Verbindung, welche die fehlende Verwandtschaft ersetzen soll. Der Listenreiche spielt auch innerhalb des Göttergeschlechts der Asen eine durchaus ambivalent zu betrachtende Rolle: Je nach eigenem Gutdünken neigt er mal der einen, mal der anderen Seite zu und hilft oder schadet je nach Belieben. Weiterlesen

Thor der Donnergott

Thor der Donnergott

Neben dem Göttervater Odin, der das Oberhaupt des nordischen Götterhimmels ist, gilt der Donnergott Thor als einer der wichtigsten germanischen Götter überhaupt. Bei den germanischen Göttern im kontinentalen Raum ist „der Donnerer“ auch als „Donar“ bekannt. Thor ist wie sein Vater Odin eine durchaus facettenreiche Gestalt und bekommt in den Überlieferungen und Schriften der nordischen Mythologie verschiedene Rollen und Aufgaben zugesprochen.

Die verschiedenen Facetten des Donnergotts Thor

So ist er einerseits ein strahlender Held und Kriegsgott, andererseits ist er auch der Gott des Wetters und Gewitters und deshalb besonders für Seefahrervölker wie die Wikinger von großer Wichtigkeit und Bedeutung. Ebenso gilt Thor aufgrund seiner Tapferkeit und seiner körperlichen Stärke und Macht als ein verlässlicher Beschützer der Götter vor den Eisriesen. Für die weniger kriegerisch veranlagten Bevölkerungsgruppen war Thor hingegen ein Inbegriff von Beständigkeit und Zuverlässigkeit, er galt als ehrlich und unkompliziert und wurde von bäuerlichen germanischen Völkern vor allem in seiner Eigenschaft als Vegetationsgott verehrt.

Thor als Donnergott und Herrscher über Stürme und Unwetter

Neben seinem berühmten Hammer Mjöllnir werden Thor auch andere Artefakte zugeschrieben, so wird er meist als Wettergott in seinem Panzerwagen dargestellt. Den Wagen ziehen seine zwei Ziegen namens Zähneknisterer und Zähneknirscher. Meist ist Thor, wenn er in seinem Panzerwagen fährt, mit eisernen Panzerhandschuhen und einem zauberkräftigen Gürtel bekleidet, der ihm noch mehr Stärke verleiht, als er ohnehin schon besitzt.

Thor als berserkerhafter Kämpfer

Der mächtige Thor war vor allem aufgrund seiner Stärke und seines ungezügelten Temperaments ein gefürchteter Gegner. Ohnehin ein erfahrener Kampf- und Kriegsgott, wurde seine natürliche Körperkraft durch die magischen Artefakte Mjöllnir und seinen mit Zauberkräften versehen Gürtel noch verstärkt. Dazu kam das schwierige Temperament des Sohns von Odin: Thor trat voller Intensität und Leidenschaft für seine Ziele ein, focht jedoch auch bis aufs Letzte für deren Durchsetzung und ging dabei nicht immer zartfühlend vor. Schnell hatte er sich in seinen Kämpfen einen Ruf als Berserker und wilder Krieger erworben, da er von grenzenloser Zerstörungswut erfüllt war. Berühmt war Thor auch für seinen Heißhunger, der es ihm ermöglichte, einen ganzen Ochsen allein zu essen und bei großen Gelagen alle anderen durch seine Essensmengen in den Schatten zu stellen.

Thor und Loki

An Thors Seite befand sich meistens der listige Loki, der sich bei dem riesenhaften Hünen Thor einfach an den Gürtel hängte. Thor und Loki waren ungleich, jedoch auch unzertrennlich. Meist musste Thor aufgrund seiner körperlichen Überlegenheit Pläne, die der findige und listige Loki ausgeheckt hatte, in die Tat umsetzen. Als sich letzten Endes Loki als der Verräter der nordischen Götter herausstellte und sich mit ihren größten Feinden, den furchterregenden Eisriesen verbündete, stellte dies eine der größten Enttäuschungen für den Donnergott Thor dar.

Thors Hammer Mjöllnir als wichtigstes Artefakt des Donnergottes Thor

Das wohl wichtigste Artefakt, das dem Donnergott Thor zugeschrieben wird, ist sein wirkungsmächtiger und zauberkräftiger Hammer Mjöllnir. Er gilt als Symbol ebenso kreativer wie zerstörerischer Macht und begleitete den mächtigen Gott in jede Schlacht und in jeden Kampf. Wie seinem Träger selbst kommen auch dem Hammer verschiedene und ambivalente Eigenschaften zu, die ihm in verschiedenen Überlieferungen zugesprochen werden. So ist er einerseits zerstörerisch, mächtig und gewaltig, andererseits ist er eine lebensspendende Quelle von Fruchtbarkeit, Erneuerung und Glück.

 

 

Die Asen und Wanen

Die Asen
Die Asen sind das jüngere Göttergeschlecht, das seinen Wohnsitz in Asgard hat. Es handelt sich um kriegerische Gottheiten, denen Eigenschaften wie Stärke und Macht zugeschrieben werden. Asen sind sterblich, sie halten sich lediglich durch Äpfel der Idun, Göttin der Unsterblichkeit, jung.

Balder
Balder gilt in der nordischen Mythologie als Gott des Lichts, der Gerechtigkeit und Güte und gilt als Personifizierung der Sonne. Er ist ein Sohn Odins, seine Brüder sind Hermod und Höder. Balder ist der Sanftmütigste unter den Göttern. Als er durch eine List Lokis getötet wird, rückt Ragnarök näher.

Börr
Börr, auch unter den Namen Burr oder Borr bekannt, ist der Sohn Buris, des Urvaters der germanischen Götter. Er lebte wie sein Vater als Urgott in der Zeit vor der Erschaffung der Welt. Er heiratete die Riesin Bestla und zeugte zusammen mit ihr die drei Söhne Odin, Vili und Ve.

Bragi
Bragi ist der Gott der Dichtkunst und der Redekunst. Er ist derjenige, der die gefallenen Helden in Walhall begrüßt. Er ist ein Sohn Odins und verheiratet mit Idun, der Göttin der Unsterblichkeit und Jugend.

Buri
Buri gilt als Urvater aller Götter, der von der Urkuh namens Audhumla aus dem Eis herausgeschleckt wurde. Am ersten Tag erschien sein Haar, am zweiten sein Kopf und am dritten schließlich sein ganzer Körper. Sein Sohn Börr heiratete eine Reifriesin und hatte mit ihr die Söhne Odin, Vili und Ve.

Dag
Dag verkörpert in der nordischen Mythologie den Tag. Er ist der Sohn Dellings und der Nótt, welche die Nacht verkörpert. Er reitet am Tag mit einem vergoldeten Wagen über das Himmelsgewölbe, die Mähne seines Pferdes Skinfaxi erfüllt Himmel und Erde mit ihrem Glanz.

Delling
Delling ist der dritte Gemahl der Nótt, der Verkörperung der Nacht, die nachts mit ihrem Wagen über das Himmelsgewölbe reitet, und zeugt zusammen mit ihr den Sohn Dag, der den Tag verkörpert und tagsüber mit seinem vergoldeten Wagen am Himmel reitet. Weiterlesen

Odin der Göttervater

Der Göttervater Odin ist die wichtigste Gestalt des germanischen Götterhimmels und zugleich in der Überlieferung wohl auch die komplexeste Figur in der nordischen Mythologie, um die sich viele verschiedene Mythen und Geschichten ranken. Während im nordgermanischen Raum vor allem die Bezeichnung „Odin“ gebräuchlich ist, ist die oberste Gottheit der Asenund der germanischen Götterwelt im Allgemeinen in Überlieferungen aus dem südgermanischen Gebiet auch als „Wodan“ oder „Wotan“ bekannt.

 

Der Rabengott auf der Suche nach Erkenntnis

Der mächtige Göttervater zeichnet sich insbesondere durch seine allumfassende Weisheit und seinen großen Wissensdurst aus: Auf seinen Schultern sitzen die zwei Raben Hugin und Munin, die ihm von allem berichten, was sie auf ihren Botenflügen über das Weltgeschehen herausgefunden haben; ihretwegen wird der oberste Gott der Wikinger unter anderem auch als Rabengott bezeichnet. Übersetzt werden die Namen der Vögel bezeichnenderweise mit den Begriffen „Gedanke“ und „Erinnerung“. Weiterlesen

Die Weltenensche Yggdrasil

 

Die Weltenesche Yggdrasil als Weltenbaum, Himmelsstütze und Weltachse

Die Weltenesche oder der Weltenbaum, wie Yggdrasil auch genannt wird, steht in der germanischen Mythologie in einem vielseitigen Bezugssystem aus verschiedenen Bedeutungen und Symbolismen. So fungiert die Esche zum einen als Weltenbaum, in dem sie die verschiedenen Welten miteinander verbindet und deren Mittelpunkt darstellt. Des Weiteren gilt Yggdrasil als Himmelsstütze, da die Zweige des Baumes germanischem Glauben nach das Himmelsgewölbe stützen und halten. Nicht nur als Weltenbaum, auch als Weltachse wurde die Weltenesche im Bedeutungshorizont der Mythologie bezeichnet und verstanden. Himmel, Mittelwelt und Unterwelt werden diesen Vorstellungen entsprechend durch Yggdrasil als Weltachse miteinander verbunden.

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